Zwei Titel bei den Mitteldeutschen Meisterschaften für die Stralsunder Ringer

Anton Schneider und Zelem Zubairaev siegen, Albert Lawrenz gewinnt Bronze

Ringen/Zella-Mehlis: Die Nachwuchsringer des FSV Stralsund kommen jetzt in die heiße Phase der Saison. Vier Meisterschaften in einem Monat. Den Anfang machten die Ringer der Jugend D und C bei der offenen Mitteldeutschen Meisterschaft (MDM) in der griechisch-römischen Stilart. Dazu trafen sich am vergangenen Wochenende 144 Ringer aus sieben Landesverbänden im thüringischen Zella-Mehlis. Der FSV Stralsund war mit fünf Sportlern als einziges Team aus Mecklenburg-Vorpommern angereist. „Das Starterfeld verspricht eine hohe sportliche Qualität“, so Trainer Tom Linke kurz vor Beginn des Turniers. Und so kam es dann auch. Spannende Kämpfe und feinster Ringkampfsport war zu erleben.
Zelem Zubairaev (-34kg, Jugend D) erfüllte die an ihn gestellte Zielvorgabe, setzte seine Siegesserie fort und wurde verdient Mitteldeutscher Meister 2018. In einem achtköpfigen Starterfeld kämpfte sich der 10jährige gebürtige Tschetschene mit drei Siegen bis ins Finale. Dort traf er auf den Frankfurter Leandro Woick (RSV Hansa FFO), der erbitterten Widerstand leistete. Zelem siegte am Ende mit 16:4 Punkten und holte sich seinen ersten MDM-Titel.
Auch Anton Schneider (-29kg, Jugend C) unterstrich bei diesem Turnier seine derzeit überragende Form. Der 11jährige besiegte in seinem ersten Kampf nach hochkonzentrierter Kampfgestaltung den Mitfavoriten Renat Ceban (SV Luftfahrt Berlin) souverän durch Schultersieg und stellte somit die Weichen zu seinem zweiten Titelgewinn, nach der MDM im Freistil 2017. In seinem zweiten Kampf sicherte sich Anton durch einen ungefährdeten Sieg nach technischer Überlegenheit die verdiente Goldmedaille.
Die dritte Stralsunder Medaille sicherte sich Albert Lawrenz (-31kg, Jugend C). Der ebenfalls 11jährige hatte in einem absolut hochklassigen zwölfköpfigen Starterfeld bis zur Medaille fünf Kämpfe zu bestreiten. Nach drei vorzeitigen Siegen in der Vorrunde, traf er im Poolfinale (Halbfinale) auf den Sachsen Finn Weiß (FC Erzgebirge Aue), dem späteren Goldmedaillengewinner. Hier verschenkte er in Führung liegend zehn Sekunden vor Schluss nach anstrengendem Kampf auf hohem Niveau durch eine kleine Unachtsamkeit den Sieg, verlor knapp mit 6:8 Punkten und verpasste so den Einzug ins Finale. Der sichtlich enttäuschte Sundstädter rappelte sich aber zum kleinen Finale wieder auf. Albert erkämpfte sich in einem spannenden Kampf mit einem 4:0 Punktsieg über Nick Schneider (RV Thalheim) die hochverdiente Bronzemedaille bei der MDM.
Sein Trainingspartner Rasul Batalov (-34kg, Jugend C) hatte in einen 16 Teilnehmer starken hochkarätigen Starterfeld ebenfalls einen harten „Arbeitstag“ vor sich. Nach drei souveränen Vorrundensiegen verließ dem 11jährigen aber die Konzentration und es häuften sich die Fehler. Es folgten zwei durchaus vermeidbare Niederlagen, dennoch schaffte Rasul es in den Platzierungkampf um Platz 5. Diesen verlor er dann etwas entmutigt und entkräftet. Mit einem sechsten Platz blieb der talentierte, gebürtige Tschetschene ein wenig unter den Erwartungen der Trainer.
Nach seinem Titel im letzten Jahr verlief die diesjährige MDM für Ole Sterning (-50kg, Jugend C) enttäuschend. Nach einer Auftaktniederlage gegen den späteren Meister Pascal Bunde (RV Thalheim), siegte der 11jährige im zweiten Kampf durch Schultersieg. Dabei verletzte er sich aber am Oberschenkel und schied völlig enttäuscht vorzeitig aus dem Turnier aus.
„Wir sind sehr zufrieden mit den Leistungen, aber es war mehr drin.“, lautet das Fazit von Trainer Manuel Garolea, der großen Freude daran habe, diese jungen Talente zu trainieren. Am kommenden Wochenende fahren die Sportler dann ins Saarland um in der Kampfgemeinschaft „Küstenringer“ Mecklenburg/Vorpommern bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft zu vertreten.

Text und Foto
Sören Lawrenz

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