Ringen / Junioren-Weltmeisterschaften in Pattaya (Thailand) gestartet

WM-Silber, gleich am ersten Wettkampftag für deutsche Ringer
DRB-Ringer Peter Oehler kämpft sich bis ins Finale und wird Vizeweltmeister

 

Pattaya – Die Junioren-Weltmeisterschaften in Pattaya (Thailand) begannen für die deutschen Ringer gleich mit einem Paukenschlag, denn Peter Oehler (96 kg/RKG Freiburg 2000) erkämpfte gleich am ersten Wettkampftag die Silbermedaille im griechisch-römischen Stil für den Deutschen Ringer- Bund. Damit schließen die Junioren nahtlos an die Leistungen der Kadetten an, die vor zwei Wochen bei den WM-Titelkämpfen ihrer Altersklasse in Baku (Aserbaidschan) mit zweimal Silber durch Luisa Niemesch (52 kg/SV Weingarten) und Eva Sauer (49 kg/VfK Schifferstadt) glänzten, sowie durch Etka Sever (120 kg/GR/VfK Schifferstadt), der am letzten Kampftag Bronze gewann.

Jubel vor allem im Ringer-Leistungsstützpunkt Freiburg, wo die beiden Silbermedaillengewinnerinnen Niemesch und Sauer trainieren, aber auch Peter Oehler, der erst vergangenes Jahr von Mühlenbach nach Freiburg wechselte. Doch nicht nur der Ortswechsel, auch der Gewichtswechsel ins höhere Limit bis 96 kg tat dem Südbadener gut, der schon 2011 bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Bukarest (Rumänien) ins kleine Finale einzog, dort jedoch unterlag und Platz 5 belegte. „War das damals noch eine etwas kurzfristige Entscheidung in der höheren Gewichtsklasse zu starten, so ist Peter nun in diese Kategorie hineingewachsen“, verspricht sich auch Nachwuchs-Bundestrainer Maik Bullmann von Oehle

r noch einiges.  Der DRB ist in diesem Limit stark aufgestellt, bei den Europameisterschaften 2012 in Zagreb (Kroatien) kratzte Gabriel Fix (ASV Urloffen) an den Medaillenrängen, wurde am Ende Fünfter, nun gewann Peter Oehler WM-Silber.

Doch nun hallt Jubel aus dem deutschen Lager vom fernen Thailand, bis herüber nach Deutschland, die erste Medaille wurde gleich am ersten Wettkampftag erkämpft- und der DRB hat noch einige ‚heiße Eisen‘ im Feuer von Pattaya. „Das war eine starke Turnierleistung, leider hatte Peter bei der Auslosung der Bodenrunde im Finalduell etwas Pech, sonst wäre er hier wohl Weltmeister geworden“, wich auch bei JuniorenTrainer Maik Bullmann der Ärger über die Finalniederlage schnell der Freude über WM-Silber seines Schützlings.

Der erste Kampftag

 

Peter Oehler musste die erste Runde seines Auftaktduells an den Chinesen Wenhao Shi mit 0:2 abgeben, doch drehte der Südbadener den Kampf in den beiden Folgerunden noch mit 1:0 und 6:0 zu seinen Gunsten. Gegen den starken Iraner Saman Noroozi gewann Oehler im Achtelfinale mit jeweils 2:0 in zwei Kampfrunden. Mit Iakobi Kajaia (Georgien) wartete im Viertelfinale der diesjährige Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaften von Zagreb (Kroatien) auf den Deutschen, doch der legte schnell seinen Respekt ab und gewann mit jeweils 2:0 in beiden Kampfrunden. Auch Oehlers Halbfinalkontrahent Samir Voloshanin (Ukraine) ist kein Unbekannter, 2010 war der Ukrainer bereits schon einmal Europameister bei den Kadetten. Doch auch diesen Gegner warf Peter Oehler mit 1:0 und 2:0 aus dem Rennen und zog in den Endkampf ein. Gegen Vilius Laurinaitis (Litauen) schien der DRB-Halbschwergewichtler schon fast auf der Siegerstraße, denn er gewann die erste Runde. Doch dann wendete sich das Losglück im Bodenkampf von Oehler ab und der Litauer punktete in den beiden Folgerunden mit jeweils 1:0 und drängte den Deutschen damit in letzter Sekunde auf den Silberrang ab. Doch der Ärger über die Niederlage währte im deutschen Lager nicht lange und wich spätestens bei der Siegerehrung der Freude über den 2. Platz.

Im Limit bis 60 kg kämpfte am ersten WM-Tag in Pattaya Alexander Grebensikov (SAV Torgelow), der im Leistungszentrum Frankfurt(O.) lernt und trainiert. Wie schon bei den Europameisterschaften in Zagreb, kam der Deutsche Meister auch in Pattaya nicht über den ersten Kampf hinaus. Zwar gewann Grebensikov die erste Runde gegen Cheol Jeong (Nordkorea) mit 5:1, doch unterlag der Deutsche in den beiden Folgerunden mit 0:2 und 0:3 und schied aus, da der Ringer aus Nordkorea das Finale verfehlte.

Pascal Eisele(SV Fahrenbach) trat im Limit bis 84 kg auf die Matte und hatte Tags zuvor, beim Wiegen mit Shamil Ertugannov (Aserbaidschan) den diesjährigen EM-Bronzemedaillengewinner als Kontrahenten aus den Lostopf, gegen den er in 1:2 Runden(2:2, 1:0, 0:1) nur hauchdünn unterlag. Ertuganov verlor seinen Viertelfinalkampf und zerstörte damit die Hoffnungen, von Pascal Eisele, über die Hoffnungsrunde in die Kämpfe um Bronze eingreifen zu können, denn das dürfen nur die Kontrahenten der beiden Finalisten.

Am Mittwoch kämpfen mit Ibrahim Fallacara (55 kg/KSC Niedernberg), Marc-Antonio von Tugginer (66 kg/KV Riegelsberg), dem Kadetten-Weltmeister von 2011 Denis Kudla (84 kg/VfK Schifferstadt) und dem frischgebackenen Europameister Christian John (120 kg/Eisenhüttenstädter RC) gleich vier deutsche Ringer um Titel und Medaillen in ihren jeweiligen Gewichtsklassen.

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